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Rhododendron
Rhododendron chrysanthum Pall. – Sibirische Schneerose

Beschreibung:
Ein nur 30 bis höchstens 60 Zentimeter hoch werdender Strauch mit langen, faserigen Wurzeln, weißholzigem, braunberindetem, kaum 2 Zentimeter starkem, sehr verästeltem Stamme und abstehenden, zum Teil sperrigen, zum Teil niederliegendem und nur mit den Spitzen aus dem Moos hervorragenden Zweigen, die unten blattlos, narbig sind und nur oben Blätter und Blüten tragen.


Die zerstreut stehenden, kurzgestielten, kleinen Blätter, immergrün und von lederartiger Beschaffenheit, sind länglich, stumpf, in den Blattstiel verschmälert, am Rande umgebogen, oben vertieft, unten erhaben netzaderig, oberseits dunkelgrün, unterseits in der Regel rotbräunlich.

Die gestielten Blüten bilden eine endständige, einfache, drei- bis zehnblumige Trugdolde. Die runden, aufrechten, behaarten Blütenstiele tragen hell graubraune, filzige, schmale eiförmige Deckblätter.

Der kleine, einblätterige Kelch ist fünfzähnig; die Krone radförmig, tieffünfteilig, mit ungleichen, abgerundeten Zipfeln, goldgelb, die drei oberen Zipfel tragen am Grunde einige blaue Striche; die zehn ungleichen Staubgefäße sind nach aufwärts gekrümmt, ihre länglichen blassgelben Kölbchen öffnen an der Spitze sich durch zwei Löcher; der Griffel ist fädig, länger als die Staubgefäße und wie diese abwärts gebogen, die Narbe fünflappig.


Die Frucht ist eine fünffächerige, vielsamige, längliche, etwas gekrümmte, fast fünfeckige, filzige graubraune, trockene Kapsel, deren Fächer mehr als zur Hälfte aufspringen und die sehr kleinen grauem Samen entleeren.

Verbreitung:
Diese kleine hübsche, im Juni und Juli blühende Strauch kommt häufig auf allen Gebirgen des gesammten nördliche Asiens vor.

Verwendung in der Homöopathie

Erstprüfung:
Seidel, E. Sibirische Schneerose.
Archiv für die homöopathische Heilkunst. 10(1831), 3, S. 139-187.
Seidel, E. Sibirische Schneerose.
In: Stapf, E. Beiträge zur reinen Arzneimittellehre. Bd. I. Leipzig 1836, S. 1-63.

Verwendete Ausgangsstoffe:
Tinktur aus den getrockneten Blättern
[Seidel, E. Archiv für die homöopathische Heilkunst. 10(1831), 3, 147.]

Wirkungsdauer:
Die Wirkungsdauer mäßig großer Gaben erstreckt sich auf mehrere (wenigstens 3-4) Wochen. [Seidel, E. Archiv für die homöopathische Heilkunst. 10(1831), 3, 146.]


Weitere Informationen unter:
www.gypser-verlag.de


Bilder- und Literaturverzeichnis:
Villers, A. v. und F. v. Thümen. Die Pflanzen des homöopathischen Arzneischatzes. Tafelband III.
    Dresden 1893, Tafel 151.
Gypser, K.-H. (Hrsg.) Materia Medica Revisa Homoeopathiae – Rhododendron /
    verfasst von Robert Goldmann. Glees, 2007, S. 5.
Villers, A. v. und F. v. Thümen. Die Pflanzen des homöopathischen Arzneischatzes. Band I.     Dresden 1893, S. 369-370.




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